Was sind Faszien und wann ist eine Therapie sinnvoll?

Die Ursachen für Rückenbeschwerden bleiben leider oft unerklärt. Häufig liegen die Ursprünge aber in den Faszien, welche über Jahrzehnte in der Medizin kaum ein Thema waren.

Heute wissen wir, dass die Faszien den gesamten Körper durchdringen und ein riesiges Repertoire an Aufgaben erfüllen – unter anderem sind sie der Schlüssel für einen beweglichen Körper. Machen die Faszien aber einmal Probleme, führt das zu Einschränkungen der Bewegung und starken Schmerzen. 

In diesem Artikel widmen wir uns den faszinierenden Faszien und verraten Ihnen, wie Sie Ihre Faszien fit und gesund halten. 

Was sind Faszien?

Die Faszien bilden das Bindegewebe, welches den menschlichen Körper durchdringt – und zwar mit unglaublichen 20 Prozent. Sie können sich die Faszien vorstellen, wie ein Netz, das Organe, Nerven, Muskeln und sogar das Innere von Muskeln - nämlich einzelne Muskelfasern - umhüllt. 

Größere Stränge halten Muskeln, Knochen und Gelenke zusammen und lassen diese geschmeidig aneinander vorbeigleiten. So stellen die Faszien viel mehr als eine Schutzfunktion dar. Sie halten die Organe im Köper an den richtigen Stellen und sorgen für einen aufrechten Gang. Auch bei der Kraftübertragung spielen sie eine herausragende Rolle, denn wie eine Feder nehmen die Faszien Körperspannung auf und gleichen sie wieder aus. So stabilisieren Sie den Körper und haben beispielsweise beim Joggen einen federnden Effekt auf die Gliedmaßen. Ohne die Faszien würden Sie sich beim Laufen wahrscheinlich fühlen, als würden Sie im tiefen Sand versinken.

Wie entstehen Schmerzen in den Faszien?

Faszien bestehen aus zahlreichen Nerven, die sie so sensibel für die Koordination von Bewegungen und räumlichen Wahrnehmungen machen. Doch gerade deshalb sind sie auch so anfällig für Schmerzen. 

Faszien können verkleben, wenn Sie nicht in Bewegung bleiben und dies passiert meist in Momenten, in denen Sie kaum damit rechnen – beispielsweise beim langen Sitzen. 

Dabei verlieren Sie nämlich ihre Elastizität und erheben Sie sich nun schnell und ruckartig aus Ihrem Stuhl, kann das Bindegewebe reißen. Ein weiterer Schmerzfaktor ist, dass unelastische Faszien Flüssigkeit einbüßen. Dabei verlieren Sie Ihre natürliche Gleitschicht, sodass Sie bei Bewegungen wie Sandpapier aneinander reiben und Schmerzen verursachen.

Nun kommt es hinzu, dass Faszien nicht sehr gut durchblutet sind, da sie beispielsweise weniger Blutgefäße enthalten als Muskeln. So benötigen sie für die Regeneration mit mehreren Wochen recht lange und kommt es außerdem durch zu zeitige Belastung zu einer nicht korrekten Heilung, können sich die Faszien dauerhaft entzünden. Die Faszien chronischer Schmerzpatient*innen sind dadurch meist dicker, vernarbt oder chaotisch ausgerichtet. 

Das Schwierige an einer Diagnose ist es dabei, dass Sie Ihre Schmerzen nicht an der Stelle spüren, an der die Faszien verletzt sind. Sind beispielsweise die Faszien Ihrer Unterschenkel verklebt, können sich die Beschwerden im Nacken bemerkbar machen.

So sind die Symptome verklebter Faszien sehr vielfältig und reichen von Schmerzen im Bewegungsapparat, über Funktionsstörungen bis hin zu psychischen Beschwerden. 

Faszien-Therapie: Wie lassen sich verklebte Faszien heilen?

Bildgebende Verfahren sind in der Diagnose verklebter Faszien noch nicht ausreichend entwickelt, sodass diese durch erfahrene Mediziner*innen ertastet werden müssen.  

Auch wir von O-Prax finden durch diese sogenannten Triggerpunkte heraus, wo es bei Ihnen drückt und können so Ihre Faszien durch Massagen wieder durchbluten sowie in ihre richtige Bahn lenken. Diese Behandlung kann mitunter ein wenig unangenehm werden, denn verklebte Faszien müssen sich durch hohen Druck lösen. Doch keine Sorge, die Massagen werden mit der Zeit viel angenehmer und wohltuender. 

Doch solche Massagen reichen leider in den wenigsten Fällen aus, denn Faszien müssen mit gezieltem Training behandelt werden, damit Ihre Schmerzen nicht schon bald wiederkehren. So schließt an die Behandlung meist noch eine Bewegungstherapie des gesamten Körpers an, welche präventiv wirkt und das Bindegewebe fit hält. 

Sicher haben Sie auch schon einmal eine Faszienrolle aus Hartschaum gesehen, die das Bindegewebe durch Rollen elastisch hält und die Flüssigkeit optimal verteilt. Verklebte Faszien saugen sich so wieder mit Wasser voll und erhalten Ihre natürliche Gleitschicht zurück. Der schöne Nebeneffekt besteht darin, dass auch Giftstoffe, die schmerzhafte Entzündungen auslösen aus den Faszien transportiert werden. 

Trotzdem sollten Sie Massagen, Bewegungstherapie und das Nutzen der Faszienrollen immer unter ärztlicher Anleitung ausführen, denn erst einmal müssen die Triggerpunkte ausfindig gemacht und behandelt werden. Anschließend können Profis Ihnen dabei helfen, bestimmte Bewegungen in Ihren Alltag zu integrieren und von da an können Sie die Therapie gern auch zu Hause fortsetzen. 

Fazit: Einklang aus Bewegung und Therapie gegen Ihre Schmerzen

Die wissenschaftlichen Untersuchungen zu den Faszien stecken noch in den Kinderschuhen und so sind die feinen Bindegewebs-Stränge sicher noch viel komplexer als wie bisher annehmen.

Was jedoch längst bewiesen ist: wenn Sie Ihre Faszien geschmeidig halten wollen, müssen Sie sich ausreichend bewegen. Tun Sie das nicht, verkleben diese mit der Zeit und verlieren an Elastizität und Gleitfähigkeit.

Ist es schon so weit gekommen und klagen Sie schon über Beschwerden, bei denen Sie nicht wissen, woher diese rühren, ist der Gang zur*zum Orthopäd*in sinnvoll. 

Sind Sie noch auf der Suche nach heilenden Händen? Unser O-Prax Team hat einige Methoden entwickelt, welche die Faszien gesund und fit halten und möchten damit gegen Ihre Schmerzen vorgehen. Vereinbaren Sie gern einen Termin! 

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