Schäden am Meniskus: Ursachen und Lösungen von Kniebeschwerden

Auch wenn Sportler naturgemäß stärker von Knieverletzungen betroffen sind, trifft es nicht immer ausschließlich sie. Auch Menschen ab dem mittleren Alter aufwärts leiden immer wieder am plötzlichen Schmerz im Knie oder werden gar von einem Meniskusriss heimgesucht. Die gute Nachricht: Mit den richtigen Übungen lassen sich die Beinmuskulatur stärken und Probleme zumindest teilweise fernhalten. Wer bereits Beschwerden am Meniskus hat und denkt, dass Prävention zu spät kommt, kann aufatmen: Nicht immer muss ein Riss operativ behandelt werden. Es gibt auch konservative Maßnahmen, die – richtig ausgeführt – schmerzlindernd und kräftigend wirken. Wichtig ist, dass der Schaden rechtzeitig erkannt wird.

Menisken (Pl. Menisskus): Unsere Stoßdämpfer

Der „Meniskus“ ist in aller Munde, schließlich gehört sein Riss zu den häufigsten Gründen für Knieprobleme. Dabei handelt es sich um eine halbmondförmige, elastische Scheibe, die zwischen Oberschenkelknochen und Schienbein liegt und für die Gelenkführung des Knies verantwortlich ist. Gerne nennt man ihn daher auch als wichtiger Stoßdämpfer für das Kniegelenk. Spricht man umgangssprachlich von „dem Meniskus“, unterscheidet man bei Verletzungen immer zwischen dem Innen- und dem Außenmeniskus. Bei jeder Kniebewegung bewegen sich auch die Menisken mit und verantworten die richtige Druckverteilung innerhalb der Gelenkflächen. 

Wenn sich das Knie plötzlich bemerkbar macht

Ein stechender Schmerz, eine Schwellung am Knie und starke Einschränkungen beim Strecken und Beugen: Nach einem Sportunfall oder einer ungünstigen Bewegung sind es häufig solche Beschwerden, die auf einen akuten Meniskusriss hindeuten. Je stärker die Kräfte, die dabei auf das Knie einwirken, desto höher ist das Risiko einer größeren Verletzung. In den häufigsten Fällen reißt der Innenmeniskus dann, wenn sich Ober- und Unterschenkel abrupt voneinander verdrehen. Aber es geht auch anders: Schleichende Belastungsschmerzen beim Gehen oder Laufen und vereinzelte, schmerzhafte Blockaden im Knie können ebenfalls ein Zeichen für einen Meniskusschaden sein, genauer gesagt für eine chronische Verschleißerscheinung der Knorpel. Ob nun Riss, Quetschung oder Verschleiß: Welche Therapie geeignet ist, hängt stark von dem Unfallhergang, der Schmerzintensität und der Ausprägung der Schädigung ab. Hat der Orthopäde Form und Stadie der Verletzung festgestellt, kommen meist mehrere Behandlungswege infrage. So reicht es bei kleineren Rissen häufig aus, sie mit konservativen Methoden und Ruhigstellung zu heilen.

Was tun bei Verdacht auf eine Meniskusverletzung?

Bemerkt man ein plötzlich auftretendes Stechen oder eine Knieblockade, die womöglich mit einem Knackgeräusch einhergeht, liegt der Verdacht auf eine akute Meniskusverletzung nahe. Bei einem verschleißbedingten Schaden können die Beschwerden ähnlich, aber weniger stark ausgeprägt und belastungsabhängig auftreten. Auch wenn diese zeitweise abklingeln sollten, kann sich die vermeintliche Ruhe als trügerisch erweisen. Daher ist es wichtig, akute Symptome zeitnah orthopädisch abklären zu lassen. In der Regel werden sie vom Spezialisten schnell eingeordnet, sodass Betroffene sich schon bald über eine vollständige Ausheilung freuen können. 

Ignoriert man die Schmerzen, nimmt eine Schonhaltung ein oder passt seine Lebensgewohnheiten den neuen Einschränkungen an, kann sich so eine Kniegelenksarthrose einschleichen. Denn büßt der Meniskus seine Funktion als Puffer ein, wächst die Last für die Gelenkknorpel, die sich zwischen dem Ober- und dem Unterschenkel befinden. Oder aber ein kleiner Teil des abgelösten Meniskus wird zwischen den Gelenken eingeklemmt – die Kniebewegung wird blockiert. Um Folgeschäden zu vermeiden, ist es wichtig, solche Beschwerden schnell abzuklären. Ist die Verletzung, etwa nach einer Gewalteinwirkung oder einem Trauma, akut, gilt: Das Knie kühlen, leicht angewinkelt hochlagern und einen Termin beim Spezialisten vereinbaren. Entzündungshemmende und abschwellende Medikamente (beispielsweise Ibuprofen, Diclofenac) können starke Schmerzen zeitweise lindern.

Wie wird der Meniskus behandelt?

Ob eine Meniskusläsion (Riss) operativ behandelt werden muss oder nicht, entscheidet der Kniespezialist abhängig von Art und Größe der Verletzung sowie vom Allgemeinzustand des Patienten. Grundsätzlich spricht eine starke, traumatische Einwirkung auf das Kniegelenk häufig eher für einen Operation des Risses - vor allem dann, wenn auch andere Strukturen wie etwa die Kreuzbänder beeinträchtigt sind. Bei einem degenerativen, also verschleißbedingten, Schaden ist eine Operation in den meisten Fällen nicht hilfreich. 

Zu den konservativen Behandlungsmethoden gehören die Bewegungstherapie, Bandagen, entzündungshemmende Wirkstoffe sowie eine Gewichtsreduktion, sofern die Gelenkprobleme auf Übergewicht zurückzuführen sind. Beweglichkeitsübungen sind aber nicht ausschließlich in der konservativen Therapie enorm wichtig: Untersuchungen bestätigen immer wieder, dass richtig trainierte Muskelgruppen in den Beinen dem Knie Schutz bieten und die Aussichten auf schnellen Heilungserfolg verbessern. Und das gilt ebenfalls für die Regeneration nach einer OP.

Kommt es zu einem chirurgischen Eingriff, hängen Art und Weise der Operation von der Position des Risses ab. Liegt dieser im äußeren Bereich, spricht Vieles für eine Naht. Je weiter innen sich aber die Verletzung befindet, desto stärker rückt eine teilweise Entfernung des Meniskus in den Fokus. Denn dort ist die Durchblutung am schlechtesten und die Aussicht auf eine Heilung der Naht am geringsten. In jedem Fall ist das Ziel bei einer Entfernung von Knorpelgewebe jedoch immer: So viel wie nötig, so wenig wie möglich.

Schäden vorbeugen: Bedingt möglich

Aktiv vorbeugen kann man einem Meniskusriss nur bedingt. Gerade bei Sportarten mit abrupten Bewegungsabläufen wie im Fußball oder beim Tennis ist das Risiko erhöht, sich eine Knieverletzung einzuholen. Minimieren lässt es sich aber zumindest, wenn man sich vor dem Sport richtig aufwärmt und einen „Kaltstart“ vermeidet. Auch die Sportart selbst muss zu einem passen. Menschen mit einer Beinfehlstellung oder vorangegangenen Knieproblemen sollten lieber auf gelenkschonendes Schwimmen oder Fahrradfahren setzen und Problemstellen nicht zusätzlich belasten. Generell gilt immer: Bei einer gekräftigten Muskulatur werden die Menisken entlastet und das Kniegelenk wird stabilisiert. So lässt sich späteren Problemen zumindest entgegenwirken.

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