Rückenprobleme.
Über Ursachen und Therapien.

IN DEUTSCHLAND LEIDET JEDER ZWEITE MENSCH UNTER RÜCKENPROBLEMEN.

 „Ich habe Rücken“. Ein geflügelter Satz, den Hape Kerkeling als Horst Schlemmer geprägt hat und der ein großes Gesundheitsproblem für mehr als 40 Millionen Menschen in Deutschland darstellt. Fest steht, Leidenden kann geholfen werden und auch präventiv lassen sich Beschwerden oft vermeiden, sodass die meisten Patienten am Ende wieder gut lachen haben.

Der Atlaswirbel: kleiner Knochen, große Probleme.

Einen schmerzenden Rücken kennt nahezu jeder und die Beeinträchtigungen im täglichen Leben sind für viele eine große Belastung. Interessant ist, dass, so unterschiedlich die Lebenssituationen der Menschen auch sein mögen, der Auslöser für Rückenschmerzen oft identisch ist: wir sprechen von einer minimalen Fehlstellung des ersten Halswirbels, dem sogenannten Atlaswirbel. Er ist die entscheidende neuralgische Schnittstelle im menschlichen Funktionssystem und verbindet den bis zu 6 kg schweren Kopf mit dem Rest des Körpers. Gerät er in Disbalance, nimmt das auch Einfluss auf die Senkrechtstellung der Wirbelsäule. Es entsteht ein Ungleichgewicht, das zu einer Mehrbelastung der einen und einer Minderbelastung der anderen Körperhälfte führen kann.Kurz: Wenn sich der Atlaswirbel verschiebt, ist die Symmetrie des Körpers gestört. Das wiederum hat Auswirkungen auf die gesamte Statik des Bewegungsapparates und ruft nicht selten Rückenbeschwerden hervor. Aus vielen verschiedenen Gründen gerät der Atlaswirbel sehr leicht in eine minimale Schieflage und es muss grundsätzlich eine eingehende ärztliche Untersuchung stattfinden um diese Diagnose zu bestätigen.

Wieso heißt der erste Wirbel eigentlich Atlaswirbel?

Kurzer Exkurs: Atlas ist eine Figur aus der griechischen Mythologie. Im Kampf besiegt von den olympischen Göttern erteilt Zeus dem Titanen Atlas eine Strafe. Er wird bis in die Ewigkeit dazu verdammt, das Himmelsgewölbe der Welt auf seinen Schultern zu tragen - so wie besagter Atlaswirbel den Schädel trägt.

Wie kann sich der Atlaswirbel verschieben?

Tatsächlich braucht es nicht viel, um den kleinen ersten Halswirbel aus seiner ursprünglichen Position zu bringen. Im Alltag bewegen wir uns oft unbewusst falsch, sitzen zu viel und nehmen bereits bei leichten Schmerzen Schonhaltungen ein, die unsere Bewegungsabläufe stören und weitere Fehlstellungen verursachen. Selbst zu schwere Einkaufstaschen, die man nur schnell vom Auto in die Küche trägt, können eine Verschiebung des Atlaswirbels bewirken. Bis man allerdings merkt, dass etwas nicht stimmt und der Körper nicht mehr symmetrisch ist, hat man schon mit ersten Symptomen wie Migräne, Nacken- und Rückenschmerzen zu kämpfen. 

Was also kann man tun, um gar nicht erst in diese Situation zu geraten? Die Antwort ist meistens: ausreichend Bewegung. Wenn wir täglich unsere Muskeln und Faszien trainieren und dehnen, stabilisiert sich der gesamte Körper und schützt uns automatisch vor falschen Bewegungen. Unser Körperbewusstsein steigt und damit auch die Fähigkeit, uns richtig einzuschätzen und zu verhalten. Jedoch kann auch zu viel Sport dem Körper schaden. Denn im Leistungssport zum Beispiel erhöht sich das Verletzungsrisiko.

Grundsätzlich gilt, dass die Lebensweise eines Menschen mit über seine Gesundheit entscheidet. In diesem Sinne hilft auch das Einholen von Ratschlägen aus medizinischer Sicht, welche Sportarten individuell geeignet sind. Je nach Gewicht, Veranlagung und Allgemeinzustand sind Bewegungen produktiv oder kontraproduktiv. Bei Übergewicht zum Beispiel kann ein Lauftraining zu sehr die Kniegelenke belasten, während korrekt ausgeführtes Nordic Walking zur Gewichtsreduzierung beiträgt und sich positiv auf Herz, Kreislauf, Knochen und Muskelaufbau auswirkt.

Die Korrektur des Atlaswirbels. Eine minimale Bewegung mit maximalen Konsequenzen.

Wird eine Fehlstellung des Atlaswirbels diagnostiziert, gibt es verschiedene Möglichkeiten, diese zu korrigieren. In der modernen Orthopädie rät man Patienten mittlerweile von  klassischen Einrenkmanövern mit ruckartigen Bewegungen ab. Eine vielsprechende und schonende Therapie dagegen ist die sogenannte ATLAS CURATIO®, bei der der Atlaswirbel manuell und behutsam in die Neutralposition zurückgeführt wird. Parallel können die Symptome wie Rückenschmerzen ergotherapeutisch behandelt werden. Das sollte jeder Patient jedoch individuell mit seinem Orthopäden entscheiden. Wichtig ist, bei starken Rücken-, Hüft-, Nacken- oder Schulterbeschwerden einen Orthopäden aufzusuchen, um Folgeschäden wie zum Beispiel Arthrose, also einen Verschleiß der Gelenke, zu vermeiden.

Mehr Informationen über Diagnose und Therapiemöglichkeiten finden Sie im Bereich Orthopädische Leistungen.

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