Orthopädie heute. Interdisziplinäre Diagnose und individuelle Therapien.

Menschen suchen einen Orthopäden auf, wenn Sie einen Unfall erlitten haben oder unter Schmerzen leiden, die von ihrem Bewegungsapparat ausgehen. Das ist auch gut so, denn durch eventuelle Schonhaltungen baut der Körper Muskeln ab und es entstehen an anderer Stelle Schmerzen und Faszien und Sehnen leiden. In der modernen Orthopädie existieren viele Therapieansätze, die wirklich helfen, aber nicht für jeden Patienten das gewünschte Ergebnis erzielen. Wichtig ist die eingehende Untersuchung und Diagnose, auch unter Mithilfe von Medizinern aus anderen Fachdisziplinen, um für einen Patienten die optimale ambulante oder stationäre Behandlungsmethode zu finden. 

Die bildgebenden Diagnose-Möglichkeiten. Röntgen, CT und MRT.

Um sich ein Bild vom Inneren des Körpers zu machen, gibt es in der Radiologie drei Möglichkeiten. Beim Röntgen werden sie zu untersuchenden Körperregionen mit Röntgenstrahlen, elektromagnetischen Wellen, durchdrungen, die ein Bild auf einem Film erzeugen. Da die Gewebearten im Körper eine unterschiedliche Dichte aufweisen, lassen sie unterschiedlich viel Strahlung hindurch und erzeugen auf dem Röntgenbild verschiedene Helligkeitsstufen. Während Lufteinschlüsse nahezu komplett Schwarz sind, zeigen Knochen ein sehr helles Grau, Fett dagegen ein sehr dunkles Grau. Mit Hilfe von Röntgen lassen sich gut Frakturen (Brüche) erkennen. Eine sogenannte Computertomographie (CT) ist noch detaillierter, weil auch Weichteile besser erkennbar sind. Bei einzelnen Schnittbildaufnahmen entsteht eine vielsagende dreidimensionale Darstellung, jedoch ist die radioaktive Strahlenbelastung hier deutlich höher. Wichtig ist, alle bisher gemachten Röntgen- und CT-Aufnahmen zu sammeln und dem behandelnden Orthopäden zur Verfügung zu stellen. Eventuell ist ein erneutes Röntgenbild überflüssig, weil man aus alten Aufnahmen bereits eine Diagnose ablesen kann. Das reduziert die Strahlenbelastung für den Patienten. Ganz ohne Strahlen arbeitet das MRT-Verfahren, die sogenannte Magnetresonanztherapie oder auch MRI, der Kernspintomographie. Auch hier werden Schnittbilder des menschlichen Körpers erzeugt, allerdings ohne den Einsatz radioaktiver Strahlen. Diese Art der Diagnostik ist jedoch nicht bei jedem Patienten möglich. Menschen mit einem Herzschrittmacher, implantierten Defibrillatoren oder anderen Implantaten sollten sich dieser Untersuchung nicht unterziehen, da es zu Schädigungen kommen kann.

Ganzheitliche Ursachenforschung für eine langfristige Heilung.

Die bildgebende Diagnose ist die Grundlage für ein klärendes Gespräch mit einem Orthopäden. Bei der Wahl eines Arztes sollten Patienten jedoch ausdrücklich darauf achten, dass die Praxis eine fachübergreifende Behandlungsphilosophie verfolgt. Die Lebensweise eines Patienten, Vorerkrankungen, eine eventuelle genetische Vorbelastung und die Ernährung sind alles Faktoren, die eine Rolle für die Therapie-Empfehlung und den -Erfolg ausschlaggebend sind. Ein kompetenter Orthopäde wird im Zweifelsfall weitere Spezialisten zu Rate ziehen, um eine präzise Diagnose für den Patienten zu stellen. Selbst Ereignisse, die in der Kindheit liegen, können eine lebenslange Disposition des Bewegungsapparates mit sich bringen. Die Fehlstellung des ersten Halswirbels gehört dazu. Hier kann zum Beispiel eine Atlas-Therapie, also die Behandlung des ersten Halswirbels, eine positive und nachhaltige Wirkung auf verschiedene Körperbereiche zeigen.

Patienten müssen mithelfen. Über die Achtsamkeit während und nach der Therapie.

Ein eingeklemmter Ischias, ein paar Schmerzmittel, ein bisschen Krankengymnastik und weiter geht’s im Leben. Diese Einstellung verschafft Patienten nur eine vorübergehende Linderung ihrer Beschwerden. Das Problem wird zu einem späteren Zeitpunkt an der gleichen oder an anderer Stelle wieder auftreten, wenn ein Patient nicht grundlegend etwas an seiner Situation ändert. Ein versierter Orthopäde wird seinen Patienten empfehlen, die Gesunderhaltung des Bewegungsapparates in den Alltag einzubauen. Bei einer sitzenden Tätigkeit zum Beispiel sollte man seinen Arbeitsplatz unter die Lupe nehmen. Ist der Stuhl ergonomisch genug? Hilft ein Keilkissen, um das Becken nach vorne zu kippen und somit die Wirbelsäule zu entlasten. Gibt es Bewegungen, die man am Schreibtisch machen kann, um die Durchblutung zu fördern? Wie viele Pausen für die Bewegung sollte man einlegen? Lässt sich die Schlafsituation verbessern, um den Nacken zu entlasten? Ein weiteres Phänomen: Viele Menschen haben unterschiedlich lange Beine und tragen zum Ausgleich orthopädische Einlagen. Bei den meist kleineren Verkürzungen bis zu 1,5 cm könnte die Ursache an einer Krümmung der Wirbelsäule liegen, die sich wiederum durch eine Atlaskorrektur beseitigen lassen könnte. Eine Möglichkeit, auf die lästigen Einlagen zu verzichten.

Es gibt unzählige Möglichkeiten, präventiv etwas für seine Gesundheit zu tun. Es müssen nur genau die zum Menschen passenden Maßnahmen sein, um langfristig Erfolg zu haben und sich gut zu fühlen. Sprechen Sie mit Ihrem Orthopäden. Bei akuten Problemen oder zur Vorbeugung.

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