„Mir ist schwindelig“ – hunderte Ursachen für Schwindel, doch nur ein Schlüssel zur Antwort

Wenn plötzlich der Boden schwankt oder sich alles um Sie herumdreht, handelt es sich um einen Schwindelanfall. Während Kinder sich eine solche Irritation des Gleichgewichtssinnes auf dem Karussell oder beim ewigem im Kreis drehen gern selbst herbeiführen, haben Erwachsene meist große Sorge, dass etwas nicht stimmt.
Die Ursachen von Schwindel können sehr vielseitig sein, doch in den meisten Fällen ist das schwankende Gefühl harmlos. Trotzdem muss abgeklärt werden, woher die Schwindelanfälle kommen und dabei wird meist die Halswirbelsäule als Auslöser total außer Acht gelassen. 
Doch wie können Sie erkennen, ob die Schwindelattacke durch Verspannungen ausgelöst wird? Wir kennen den Schlüssel zur Antwort.

Was ist Schwindel überhaupt?

Schwindel ist eine Störung des Gleichgewichtssinnes, der einen unsicheren Stand oder Gang verursacht. Manchmal fällt es sogar schwer, sich zu halten. Denn einige Schwindelpatienten haben das Gefühl, einfach zur Seite wegzufallen.

Häufig gehen mit einer Schwindelattacke weitere Symptome einher, wie Schwitzen, Übelkeit oder gar Erbrechen. In besonders starken Fällen kommt es sogar zu Hör- oder Sehstörungen. Kein Wunder, dass Schwindel bei den Betroffenen eine große Unsicherheit hervorruft und manchmal sogar seelische Beschwerden mit sich bringt. 

Wie entsteht Schwindel?

Tatsächlich kommt es zu solch vielfältigen Symptomen, weil am Gleichgewichtssinn zahlreiche Faktoren beteiligt sind – nämlich Organe, wie die Augen und das Gleichgewichtsorgan im Innenohr. Doch auch das Nerven- und Herz-Kreislauf-System sind daran beteiligt, dass die Welt plötzlich wackelig wirkt. Dies hat wiederum einen Einfluss auf die Empfindungen in Haut, Muskeln und Gelenken.

Vereinfacht ausgedrückt übermitteln die Sinne des Menschen konträre Informationen und bringen das Gehirn dadurch schlichtweg durcheinander. 

Was sind die Ursachen für Schwindel?

Grundsätzlich ist Schwindel eine normale Reaktion des Körpers, wenn der Gleichgewichtssinn ins Wanken gerät. Dies kann daran liegen, dass die Sinne verrückt spielen und fehlgeleitete Informationen an das Gehirn senden. Doch so kann es auch sein, dass das Gehirn selbst einige Sinneseindrücke nicht mehr richtig verarbeiten kann.

Auch dies kann verschiedene Ursachen haben – zum Beispiel fehlende Durchblutung, unzureichende Versorgung mit Nährstoffen oder Beeinträchtigung durch Giftstoffe.

Manchmal kann aber auch einfach eine traurige, gestresste oder depressive Stimmung auf den Gleichgewichtssinn schlagen. Ob Schäden im Innenohr, psychische Erkrankungen oder Diabetes – zahlreiche Beschwerden sind also in der Lage, Schwindel auszulösen. 

Häufig wird dabei jedoch eine orthopädische Ursache völlig unterschätzt – nämlich Muskelverspannungen der Halswirbelsäule. Diese können entweder durch eine Fehlhaltung ausgelöst werden, die vor allem durch langes Arbeiten am Schreibtisch oder die Smartphone-Nutzung ausgelöst wird. Doch auch Abnutzungserscheinungen der Wirbelkörper durch Arthrose oder einen Bandscheibenvorfall können für das HWS-Syndrom verantwortlich sein. Hatten Sie vor kurzem einen Autounfall oder waren Sie einer ähnlich ruckartigen Bewegung ausgesetzt, kann dies jedoch auch zu einem Schleudertrauma geführt haben, welches ebenso starke Verspannungen im HWS-Bereich verursacht. 

All diese Faktoren führen zum sogenannten Halswirbel-Syndrom (HWS-Syndrom), welches zervikalen Schwindel verursacht. 

Diese Schwindelerscheinungen können auf zwei verschiedene Arten zustande kommen: entweder sind die Verspannungen so stark, dass die Muskeln der Halswirbelsäule auf die Nerven drücken, welche wiederum falsche Informationen an das Gleichgewichtszentrum senden. Andererseits kann es passieren, dass die verspannten HWS-Muskeln anschwellen und dadurch die Blutgefäße einengen, welche das Gehirn mit Blut versorgen. Die Sauerstoffversorgung wird gestört und so kommt es zum unangenehmen Schwindel. 

Was möchte die Ärztin oder der Arzt wissen?

Die Ursachen für Schwindel sind vielfältig und sehr diffus. Kommen solche Anfälle öfter vor oder sind besonders heftig, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Haben Sie keine Angst davor, denn Schwindel ist meist harmlos.

Trotzdem können die Ursachen erst herausgefunden werden, wenn Sie einer Ärztin oder einem Arzt Ihre Symptome erklären. Denn nur eine ausführliche Anamnese (die Auswertung Ihrer Krankheitsgeschichte) ist der Schlüssel dafür, die Ursache für den Schwindel herauszufinden und zu behandeln. 

Meist werden Ihnen dabei folgende Fragen gestellt:

Wie fühlt sich der Schwindel an?

  • Schwankend, wie auf einem Schiff.
  • Verdreht, wie auf einem Karussell. 
  • Mein Gang ist unsicher und ich kann mich kaum halten.
  • In meinem Kopf fühlt es sich benommen und nebelig an. 

Wie lange dauern die Schwindelanfälle? 

  • Der Schwindel tritt attackenartig und kurz auf.
  • Ich leide an Dauerschwindel, der über Stunden oder Tage hinweg anhält.

Gibt es besondere Situationen, in denen der Schwindel auftritt?

  • Bei Ruhe
  • Bei Bewegung
  • Beim Aufrichten
  • Beim Bücken
  • Beim Autofahren
  • Usw.

Kommt es neben dem Schwindel zu weiteren Symptomen?

  • Übelkeit / Erbrechen
  • Kopfschmerzen
  • Tinnitus
  • Atemnot
  • Taubheitsgefühle / Kribbeln
  • Sehstörungen
  • Angst / Panik
  • Herzrasen

Leiden Sie an akuten oder chronischen Krankheiten, wie einer Infektion oder Diabetes? 

Lassen Sie sich vor Ihrem Arztbesuch die Antworten auf diese Fragen in Ruhe durch den Kopf gehen. Außerdem kann es für die Ärztin oder den Arzt noch andere relevante Fakten geben, an die sie anfangs vielleicht noch gar nicht denken. So könnte Ihre neue Brille die Schwindelattacken hervorrufen oder eingenommene Medikamente der Auslöser dafür sein. Umso genauer Sie die Anamnese vorbereiten, desto besser kann die Ursache für den lästigen Schwindel diagnostiziert werden. Ein von Ihnen geführtes Schwindeltagebuch kann der Ärztin oder dem Arzt hierbei sehr helfen. 

Kommen Ihre Schwindelanfälle von einer verspannten Halswirbelsäule, leiden Sie womöglich an einem unsicheren schwankenden Gang sowie Nacken-, Schulter-, und Kopfschmerzen. Manchmal kommt es sogar zu einem Tinnitus oder einem Benommenheits-Gefühl. Zervikaler Schwindel, der durch das HWS-Syndrom verursacht wird, dauert in der Regel einige Sekunden bis Minuten und artet nur sehr selten in einem Dauerschwindel aus. Bei den Begleiterscheinungen kann es neben den Schmerzen im Bereich der Halswirbelsäule zu Bluthochdruck, Herzrasen, Übelkeit und Taubheitsgefühlen in den Händen kommen. 

Häufig klagen Betroffene außerdem über eine eingeschränkte Beweglichkeit von Hals und Kopf. Meist fällt es dabei schwer, den Kopf nach schräg hinten zu drehen. 

Wie wird Schwindel diagnostiziert?

Nach einer Befragung ist die Ärztin oder der Arzt meist noch daran interessiert, Sie körperlich zu untersuchen. Hierbei steht eine Blutdruck- und Pulsmessung an. Die Augen, Ohren und Halswirbelsäule werden untersucht und Ihr Bewegungsapparat gecheckt. 

Oftmals können Ärzt:innen jedoch nur durch neurologische Test, Blutuntersuchungen oder bildgebende Verfahren herausfinden, was den Schwindel auslöst. 

Vermutet Ihr:e Ärzt:in zervikalen Schwindel durch das HWS-Syndrom, werden in der Regel bildgebende Verfahren, wie Röntgen oder Kernspintomografie Licht ins Dunkle bringen. So können Verspannungen, Entzündungen oder gar Verletzungen an der Halswirbelsäule erkannt werden. 

Welche Arten von Schwindel gibt es?

Im besten Falle erhalten Sie schon beim ersten Arztbesuch ein Ergebnis. Dieses kann beispielsweise lauten:

Sehr häufig: zervikaler Schwindel – Schwankschwindel, der durch Verspannungen in der Halswirbelsäule zustande kommt  

Sehr häufig: Lagerschwindel / Drehschwindel - gutartiger Schwindel, der meist durch Erkrankungen im Innenohr ausgelöst wird

Häufig: Altersschwindel – Störung des Gleichgewichtssinnes durch zunehmendes Alter

Selten: psychogener Schwindel – Benommenheit durch seelische Belastungen

Sehr selten: andere Erkrankungen– beispielsweise Migräne oder Diabetes 

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es gegen Schwindel?

Je nach Art Ihres Schwindels werden Sie nun eventuell an weitere medizinische Spezialist:innen überwiesen. 

Bedenken Sie dabei, dass Schwindel vielfältige Ursachen haben kann, weswegen es nicht immer einfach ist, Art und Auslöser zu diagnostizieren. Der Schlüssel zur erfolgreichen Therapie liegt daher in einer ausführlichen Anamnese sowie einer gründlichen Untersuchung. Nur dann lässt sich auch eine Therapie einleiten, die Ihrem Schwindel wirkungsvoll den Kampf ansagt.

Handelt es sich bei Ihnen um zervikalen Schwindel, werden Sie meist an Orthopäd:innen weitergeleitet. Diese können Ihnen mit Osteopathie, Krankengymnastik, Massagen, Wärme- oder Physiotherapie helfen. Die gute Nachricht ist, dass bei solchen Behandlungen sehr gute Erfolge erzielt werden.

Sind Sie noch auf der Suche nach professionellen und liebevollen Orthopäd:innen im Raum Düsseldorf, sind Sie bei uns in besten Händen. Dabei müssen Sie absolut keine Sorge haben, dass wir Ihnen die Halswirbel auf unangenehme Weise ruckartig einrenken und Sie anschließend wieder nach Hause schicken. Wir nehmen uns Zeit und wenden in unserem zertifizierten ATLAS CURATIO® Zentrum eine Therapiemethode an, die den betreffenden Halswirbel sanft wieder in die richtige Position bringt - – und zwar meist schon innerhalb einer Sitzung. 

Endlich wieder schwindelfrei – gemeinsam schaffen wir das! 

Ist Ihnen oft schwindelig? Leiden Sie an Schwindelanfällen? Ihre O-Prax – Orthopädie-Praxen sind für Sie da!

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