Gesunde Kinderfüße - Starker Rücken

So lässt sich der Rücken ab Kindesalter schonen und Problemen vorbeugen

Rückenbeschwerden sind lange nicht mehr nur ein Phänomen im Alter. Auch Kinder sind vermehrt betroffen oder es entstehen durch ungünstige Bedingungen die Weichen für spätere Probleme. Scheinbar plötzliche Haltungsschäden werden dann auf die Kinder- oder Jugendzeit zurückgeführt. Doch wie entstehen diese Schäden und, noch wichtiger: Wie lässt sich ihnen vorbeugen? Da die kindliche Wirbelsäule noch nicht so weit entwickelt ist wie die eines Erwachsenen, erfordert sie besondere Aufmerksamkeit. Um ihre Gesundheit zu fördern, lohnt es sich, sein Augenmerk auf die Füße zu legen. Denn sie bilden das Fundament für das menschliche Skelett und beeinflussen die gesamte Körperhaltung – und damit die Gesundheit unseres Bewegungsapparates.

Babyfüße: Klein, aber komplex

Die Füße von Neugeborenen sind so zart und weich, dass sie auf den ersten Blick kaum etwas mit einem ausgewachsenen Fuß gemeinsam haben. Gleichzeitig stehen ihnen rasante Zeiten bevor, in denen sie enorm viel leisten müssen. In den folgenden Wachstumsphasen ist ihre Entwickelung so stark, dass sie bereits ab einem Alter von etwa vierzehn Monaten das gesamte Körpergewicht selbst tragen können. Die Natur hat es so vorgesehen, dass sie das und vieles mehr aus eigener Kraft bewerkstelligen, bevor sie zu gesunden, vollständig entwickelten Füßen ausreifen. 

Nur stören darf man sie bei dieser Entwicklung nicht – und das ist leider einfacher, als man meint. Statistisch kommen lediglich 2 Prozent aller Kinder mit einer angeborenen Fußfehlstellung zur Welt. Bis zum Erwachsenenalter weist jedoch die Hälfte der restlichen 98 Prozent bereits Haltungsschäden auf. Das passiert zum Beispiel dadurch, dass ihnen wohlgemeint aber viel zu früh Schuhe angezogen werden oder diese die Entwicklung der Muskulatur erschweren. Schnell kann so eine ungesunde Tendenz ihren Lauf nehmen: Das Körpergewicht kann nämlich nur dann gleichmäßig auf allen Gelenken verteilt werden, wenn die Muskulatur in den Füßen stark genug ist.

Keine Schuhe vor den ersten eigenen Schritten

Damit sich Kinderfüße optimal entwickeln, brauchen sie zunächst keine Schuhe. Und zwar so lange nicht, bis sie nicht selbstständig laufen können. Erst wenn der Stand sicher ist und die 

eigenen Schritte gut klappen, naht die Zeit des ersten Schuhkaufs. Denn das „Wunderwerk Fuß“ muss zunächst ungestört lernen können, das Körpergewicht auszubalancieren. Jede Art von Schuh würde ihn in dieser wichtigen Phase dabei nur behindern. Um die Füße vor Kälte und anderen äußeren Einwirkungen zu schützen, reichen Socken oder Füßlinge aus. 

In dieser Zeit ist es einzig und alleine wichtig, dass Motorik und Koordination in aller Ruhe heranreifen können – und das gelingt am besten barfuß. Sogenannte Lauflernschuhe dagegen verunsichern Eltern häufig mit ihrer Bezeichnung: Das Laufenlernen können und sollen die Füße gänzlich ohne Schuhe. So werden Knochengerüst und Muskeln gefestigt, welche später essentielle Auswirkungen auf die Körperhaltung und Rückengesundheit nehmen.

Schuhe müssen mehr als nur „sitzen“

Sobald es dann an die ersten Schuhe geht, müssen diese viele Ansprüche erfüllen, um den kindlichen Fuß nicht an seiner natürlichen Entwicklung zu hindern. Sie sollten den Fuß stabil halten, dabei jedoch biegsam und leicht sein. Vor allem muss die Größe passen, denn Kinderfüße sind noch sehr weich. Die „Knochen“ bestehen lediglich aus zarten Knorpeln und die Bänder und Muskeln sind nicht gefestigt. Das bedeutet, dass sie sich unbemerkt an einen Schuh anpassen können, der für sie viel zu klein ist. Einen Druck dabei verspüren Kinder aufgrund der noch nicht ausgereiften Nervenbahnen nicht. 

Die richtige Breite ist ebenso wichtig wie die Länge. Denn so niedlich Babyfüße auch sind, so unterschiedlich sind sie auch. Das A und O beim Schuhe-Kauf ist es, die Füße zu vermessen und jedes Paar vor dem Kauf ausgiebig anzuprobieren. Trotz bester Absichten der Eltern kommt es ansonsten schnell zu erworbenen Fußfehlstellungen. Sobald es die Umgebung und die Temperaturen erlauben, bleibt das Barfußlaufen jedoch in jedem Alter das Beste für den Kinderfuß. Nur so wird die Stabilität optimal geübt, die Sensorik ausgereift und damit das gesamte ergonomische Gangbild positiv beeinflusst.

Mit starker Fußmuskulatur gegen Rückenschmerzen

Spätestens dann, wenn voller Stolz der erste Schulranzen gekauft wird, werden Kinder zu kleinen Lastenträgern. Ein zu hohes Gewicht des Ranzens kann ebenso Haltungsschäden hervorrufen, wie eine zu schwache Muskulatur. Grade die Fußmuskulatur ist nun besonders gefragt – ist diese nicht ausreichend ausgebildet, wird die ganze Körperstabilität in Mitleidenschaft gezogen. Das Resultat: Fußfehlstellungen werden begünstigt, die wiederum eine Verformung der Wirbelsäule hervorrufen können. 

Um Kinderfüße „tragfähig“ zu machen, ist es also wichtig, sie zu kräftigen. 

Die Muskulatur kann erst dann gestärkt werden, wenn der Kinderfuß direkt mit unebenem Boden in Berührung kommt. Neben dem Barfußlaufen eignen sich spielerische Übungen: Einen Stift mit den Zehen halten, auf einem Baumstamm balancieren oder auf den Fußinnenkanten gehen macht nicht nur Spaß, sondern auch Sinn. Denn Fußfehlstellungen im Vorschulalter sind grundsätzlich unbedenklich und werden vom Körper in der Regel selbst ausgeglichen. Wichtig ist es, ihn dabei zu unterstützen: Und zwar mit Stärkung der Muskulatur und dem richtigen Schuhwerk.

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