Von der Fußfehlstellung zu Kieferbeschwerden

Schmerzen beim Kauen aufgrund schiefer Füße? Was sich zunächst als unmöglich anhört, kommt in der Realität häufiger vor, als gedacht. Eine Fehlstellung des Fußes, eine Beinlängendifferenz, aber auch der Beckenschiefstand und weitere Haltungsschäden können Einfluss auf das Gebiss nehmen und dort Schmerzen verursachen. Denn der Kiefer ist das oberste Gelenk beim Menschen und hat damit eine unmittelbare Verbindung zur gesamten Körperstatik. Genauso wie sich funktionelle Probleme in anderen Körperregionen durch eine Veränderung des Bisses zeigen können, verursacht auch der Kiefer selbst Wirkungen auf Nacken, Rücken oder Beine. Einen Körper ohne Fehlstellung gibt es jedoch kaum - bestimmte Asymmetrien am Haltungsapparat sind unbedenklich und müssen nicht automatisch alle behandelt werden. Ein gesunder Körper kann in der Regel minimale Fehlstellungen kompensieren, ohne davon Schaden zu nehmen. Verschlimmern sie sich aber, treten Schmerzen auf oder stellt sich eine Schonhaltung ein, ist der Gang zum Orthopäden sinnvoll.

Starke Füße sind die Basis der Gesundheit

Die Füße sind für die gesamte Stabilität der Körperhaltung und des Bewegungsapparates verantwortlich. Alleine deshalb genießen sie einen besonderen Status und dürfen nicht vernachlässigt werden. Wird eine Fußfehlstellung nicht rechtzeitig erkannt, verliert der Organismus sein Gleichgewicht und die Muskeln greifen in einer Kettenreaktion ineinander über – im Ergebnis treten Alarmzeichen an ganz anderer Stelle auf, die Betroffene zunächst nicht mit dem eigentlichen Auslöser in Verbindung bringen können. So auch beim Zusammenhang zwischen Zehen und Zähnen. Eine falsche Druckverteilung im Fußbett begünstigt auf Dauer eine anhaltende Fehlbelastung in Gelenken und möglicherweise auch in der gesamten Wirbelsäule, bis hin zu den aufsteigenden Muskelgruppen. Chronische Verspannungen in Rücken und Nacken, eine Veränderung der Kaumuskulatur und Kopfschmerzen können die Folge sein. Das Ganze findet auch in entgegengesetzter Richtung statt: Eine Kieferfehlstellung beeinträchtigt die Kopfhaltung, alle Spannungen werden entlang des Körpers von oben nach unten übertragen. Nach einer Zeit kann der Körper die Asymmetrie nicht mehr alleine ausgleichen, es entstehen Schmerzen in weit vom Kiefer entfernten Regionen.

Von unten nach oben oder umgekehrt?

Dass Zähne und Füße in einem Zusammenhang miteinander stehen, zeigen viele Untersuchungen. Auch am Gangbild lässt es sich häufig erkennen: Menschen mit schlecht passenden Zahnprothesen oder fehlenden Zähnen haben einen sichtlich anderen Gang als diejenigen, bei denen die Prothese exakt passt. Im schlimmsten Fall kann dies dazu führen, dass ein Bein stärker belastet wird und sich dadurch Verschleißerscheinungen, etwa im Knie, einstellen. Ist diese Beschwerden-Kette aufwärtsgerichtet, also von unten nach oben hin bis zum Kopf, lässt sich der Körper wieder ins Gleichgewicht bringen, indem man die Füße und die gesamte Körperhaltung orthopädisch untersucht und entsprechende Maßnahmen ergreift. 

Liegt die Ursache dagegen im Kiefer selbst und löst Beschwerden aus, die in Richtung Wirbelsäule abwärts verlaufen, ist ein Gang zum Kieferorthopäden richtig. Ob von unten nach oben oder umgekehrt - In einer gründlichen Untersuchung kann der jeweilige Spezialist in der Regel schnell feststellen, woher die Ursachen rühren und einen passenden Behandlungsweg aufzeigen.

Bei Kieferproblemen den Atlaswirbel nicht vergessen

Leiden Menschen an Kiefergelenkfunktionen, an anderen Fehlstellungen des Gebisses oder an Zahnschmerzen, kann das auch mit einer Dysfunktion des Atlaswirbels zusammenhängen. Schuld daran kann beispielsweise eine sogenannte Altas-Blockade sein. Die Beschwerden entstehen dadurch, dass eine Blockade zwischen dem ersten und dem zweiten Halswirbel namens Atlas und Axis die Bewegung am Kopfgelenk einschränkt. Die dadurch entstehenden Schmerzen können sich vielfältig äußern. Nackenverspannungen, Kopf- aber auch Zahnschmerzen gehören dabei zu den häufigsten. Indem der Körper zunächst versucht, die Fehlstellung der Wirbel selbst auszugleichen, treten die eigentlichen Schmerzen meistens erst zeitversetzt aus. Das macht es schwierig, eine genaue Ursache der Blockade zu ermitteln. Diese kann entweder bereits von Geburt an bestehen, durch eine Fehlbelastung oder aber ein Trauma hervorgerufen worden sein.

Wenn die Vermutung auf eine Blockade des Atlaswirbels besteht, ist es wichtig, ihr rechtzeitig nachzugehen. So klein der Wirbel auch ist, spielt er dennoch eine wichtige Rolle für das Gleichgewicht des Körpers. Eine falsche Verlagerung des Schwerpunktes kann dagegen weitere Fehlstellungen entlang der Wirbelsäule bis hin zu den Beinen nach sich ziehen. Der ausgeübte Druck auf die Nervenbahnen tut sein Übriges und kann unspezifische Symptome wie Bluthochdruck oder einen Tinnitus hervorrufen. Eine Atlaswirbel-Korrektur bei einem darauf spezialisierten Orthopäden ist schmerzfrei und kann häufig schon während einer Sitzung vorgenommen werden. Anschließende Übungen zu Hause kräftigen die Muskulatur so, dass einer erneuten Atlas-Blockade vorgebeugt wird.

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