Die Muskulatur und deren häufigste Erkrankungen

Sie stabilisieren den Körper, ermöglichen Ihnen jede Bewegung und übernehmen wichtige Funktionen bei inneren Körperaktivitäten – die Rede ist von den Muskeln, ohne die der menschliche Körper nicht überlebensfähig wäre. 

Gerade aus dem Grund sind Schmerzen in der Muskulatur so hinderlich bei der Bewältigung des Alltags. Essen, atmen, lachen oder laufen – überall sind Muskeln beteiligt und funktionieren diese nicht einwandfrei, leidet die Bewegungsfähigkeit. Und manchmal sogar die inneren Körperfunktionen.

Damit Sie Probleme der Muskulatur sofort erkennen und wissen, wann ein Arztbesuch sinnvoll ist, erklären wir Ihnen in diesem Artikel allerlei Wissenswertes zur menschlichen Muskulatur.

Welche Funktionen erfüllt die Muskulatur?

Muskeln sind kontraktile Organe, welche sich zusammenziehen und wieder entspannen können. Manchmal passiert dies bewusst, wie bei der aktiven Bewegung. Manchmal aber auch ganz unbewusst – beispielsweise bei inneren Körperfunktionen, wie der Atmung, dem Stoffwechsel oder dem Herzschlag. In der Orthopädie schauen wir uns jedoch in erster Linie die aktive Bewegung des Skeletts an, welche durch das bewusste Zusammenspiel aus Kontraktion und Relaxation ermöglicht wird.

Die Muskulatur wird in glatte und quergestreifte Muskeln kategorisiert. Die glatte Muskulatur umfasst dabei die inneren Organe, wie den Darm oder den Magen. Quergestreifte Muskeln sind dagegen die Skelett- sowie die Herzmuskulatur.

Der menschliche Körper umfasst über 600 Skelettmuskeln, wovon der stärkste tatsächlich der Kaumuskel ist. Orthopädische Krankheitsbilder entstehen jedoch vor allem im Rücken, im Nacken oder dem Schulterbereich.

Welche Beschwerden kann die Muskulatur verursachen?

Muskelbeschwerden lassen sich unterteilen in Muskelverspannungen und Muskelverletzungen. Verspannungen kennt womöglich jede*r.

Von Verletzungen sind jedoch häufig Sportler*innen betroffen. Doch auch andere Aktivitäten, wie schweres Heben nach einem Umzug oder intensive Gartenarbeit können Verletzungen der Muskulatur auslösen. 

Muskelverspannungen

Ob schlechte Körperhaltung, Fehlbelastungen durch langes Sitzen oder Übergewicht – Verspannungen sind keine Seltenheit in der heutigen Gesellschaft. Dabei handelt es sich um langanhaltende und unwillkürliche Kontraktionen des betroffenen Muskels, was zu Verhärtungen und damit zu Schmerzen führt. 

Muskelverspannungen schränken dabei nicht nur die Motorik ein, sondern lösen oft auch Kopf- und Nackenschmerzen aus. Werden Verspannungen nicht rechtzeitig behandelt, können sie chronisch werden und so sollten Sie Ihre Muskulatur nicht etwa schonen, sondern durch körperliche Bewegung bekämpfen. Neben langen Spaziergängen und Ausdauersport, können Ihnen jedoch auch Entspannungstechniken, wie Yoga oder ausgiebige Saunabesuche helfen.   

Muskelzerrung

Zu den häufigsten Verletzungen zählt die Muskelzerrung, welche meist durch eine plötzliche und unkoordinierte Bewegung ausgelöst wird. Dabei wird der Muskel zu stark gedehnt, wodurch ziehende und krampfartige Schmerzen entstehen. Der Muskel selbst bleibt aber bei einer Zerrung aber intakt. Bildgebende Verfahren geben Aufschluss über diese Verletzung, bei der Sie den betroffenen Muskel etwa zwei Wochen lang schonen sollten.

Muskelfaserriss

Bei einem Muskelfaserriss bleibt der Muskel leider nicht mehr intakt, denn hier werden die Zellen durch einen Riss des Muskelgewebes meist so stark zerstört, dass es zu Einblutungen kommt. Der Muskelfaserriss tritt meist beim Sport auf und löst einen punktuellen und stechenden Schmerz im betroffenen Muskel aus, welcher häufig mit dem Stich einer Nadel verglichen wird. Auch bei dieser Verletzung heißt es: Schonzeit – und zwar für drei bis vier Wochen. 

Muskelbündelriss

Der Muskelbündelriss führt ebenso zu einem Riss des Muskelgewebes, welcher jedoch noch stärker als ein Muskelfaserriss ist. Hierbei sind meist größere Muskeln betroffen und ein hörbares Reißen sowie ein starker anhaltender Schmerz führen meist dazu, dass sich die*der Betroffene nicht mehr selbst halten kann. Neben dem Verlust der Muskelkraft kommt es meist zu einem Bluterguss sowie einer Delle im Bereich des verletzten Muskels. Neben der Schonung werden bei einem Muskelbündelriss häufig Massagen, Stoßwellenbehandlungen oder Wärmetherapien durchgeführt, bis der Muskel nach etwa sechs Wochen geheilt ist.

Muskelriss

Ist die Verletzung so stark, dass es zu einem Abriss der Muskulatur oder des Sehnengewebes kommt, sprechen wir von einem Muskelriss. Dieser führt zu einer starken Blutung, welche in das Gewebe eindringt und zu einem Verlust der Muskelkraft führt. Somit wird es nahezu unmöglich, den betroffenen Muskel noch zu belasten. Die Heilungsphase beträgt bis zu sechzehn Wochen und ist besonders für Profisportler*innen ein sehr starker Einschnitt in den Alltag.

Wann ist ein Arztbesuch sinnvoll?

Nach einem Sportunfall sollten Sie sich natürlich unbedingt sofort ärztlich behandeln lassen und abklären, ob sportorthopädische Maßnahmen, wie Krankengymnastik den Heilungsprozess beschleunigen können. Parallel dazu können Sie bei Muskelverletzungen auch mit alternativen Verfahren, wie Akupunktur, Injektionen mit Eigenblut (ACP), Kinesiologie oder Wärme- und Kältebehandlungen gegen die Schmerzen ankämpfen.

Doch auch, wenn Sie Muskelschmerzen ohne einen vorangegangenen Unfall verspüren, ist der Gang zur Ärztin oder zum Arzt sinnvoll. So können beispielsweise Verletzungen der Wirbelsäule oder andere Erkrankungen, wie Arthrose ausgeschlossen werden. Außerdem können Ihnen erfahrene Ärzt*innen und Orthopäd*innen dabei helfen, Ihren Lebensstil so anzupassen, dass Sie lästigen Verspannungen endlich den Kampf ansagen. Und zwar für immer. 

Wir von der O-Prax Orthopädie Düsseldorf haben ein breites Spektrum an Therapien, mit denen wir Ihre Schmerzen nicht nur kurzfristig behandeln, sondern der Ursache auf den Grund gehen. Vereinbaren Sie direkt online einen Termin und wir finden die beste therapeutische Maßnahme für Sie.

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